Stauffenberg - Die wahre Geschichte Teil 1
ein Film von Oliver Halmburger im ZDF
1926
war Stauffenberg in die Reichswehr eingetreten. 1933 steht der Mann, der 11 Jahre später versuchen
wird, Hitler zu töten, den Nationalsozialisten nicht ablehnend gegenüber. Gerade
für Soldaten sind Hitlers „Angebote“ besonders verführerisch. Auch privat
bringt das Jahr 33 große Ereignisse für Stauffenberg. Im September heiratet er
die damals 20 jährige Nina Freiin von Lerchenfeld.
Als die Wehrmacht 1939 Polen angreift,
ist Stauffenberg als Nachschuboffizier im Einsatz. Monate zuvor hat er gewarnt:
„Der Narr macht Krieg.“ Zu Besuch bei seinem Onkel, Graf Üxküll, der dem
Widerstand nahe steht, wird er von ihm mit Nachrichten über die Gräueltaten in
Polen konfrontiert. Üxküll versucht ihn zum mitmachen zu bewegen. Doch Claus sagt
selbst, er sei noch nicht so weit. Der Sieg über Frankreich im Sommer
1940 lässt vorerst fast alle Kritiker verstummen. Auch Hitlers Überfall auf die
Sowjetunion soll ein Blitzkrieg werden. Stauffenberg ist mittlerweile Offizier
im Generalstab. Was er dort erfährt, erfüllt ihn immer mehr mit Abscheu. Im
August 42 sagt Stauffenberg: „Die erschießen massenhaft Juden. Das darf nicht
weitergehen.“ Bei einer Lagebesprechung bricht es aus Stauffenberg heraus: „Hitler ist der eigentlich Verantwortliche.
Es wird Zeit, dass sich ein Offizier die Pistole nimmt und den Schmutzfink über
den Haufen schießt.“ Im Februar ‘43 wird Stauffenberg an die Afrika-Front
versetzt. In seinem Divisionskommandeur findet er endlich einen Gleichgesinnten
mit dem er sich austauschen kann. Doch dann, im April wird Claus schwer
verwundet.
Die Zeit der Genesung nutzt er
intensiv um mit dem Oberst von Tresckow und General Olbricht Pläne für einen
Staatsstreich auszuarbeiten. Sie gestalten die Planungen für die sogenannte
„Operation Walküre" um. Eigentlich ein Notfall-Plan im Fall von Aufständen
im Reich, die mithilfe des Ersatzheeres niedergeschlagen werden sollten. Dann, am 1. Juli 1944, kommt Stauffenberg in
jene Schlüsselposition, ohne die das Attentat gar nicht denkbar gewesen wäre. Er
wird Chef des Stabes des Ersatzheeres. Damit kann er an Lagebesprechungen
mit Hitler teilnehmen. Und auch die Mittel für das Attentat sind bald
vorhanden...Doch im letzten Augenblick stellen ihm
seine Mitverschwörer aus Berlin eine Bedingung: Auch SS-Chef Himmler und
Reichsmarschall Göring müssen getötet werden. Sonst setzen sie den
Staatsstreich nicht in Gang. Stauffenberg, auf das Attentat eingestellt, sieht
sich sabotiert.
