Wernher von Braun - Hitlers Manager
Ein Film von Oliver Halmburger und Stefan Brauburger im ZDF
In Hitlers Vernichtungskrieg baute der begnadete Techniker für
den Diktator "Vergeltungswaffen". Von Braun war federführend
bei der Entstehung der sogenannten V2 in Peenemünde auf Usedom.
Die Rakete sollte die Wende bringen, als der Untergang des "Dritten
Reiches" längst schon offenkundig war.
Dem NS-Regime war von Braun als junger Ingenieur, der vor allem an
die Verwirklichung seiner Pläne dachte, sehr willkommen. Als
Hitler an die Macht kam, war er gerade 20 Jahre alt. Der von vielen
Menschen seiner Umgebung als "Sonnyboy" Beschriebene träumte
weiter vom Flug ins All, doch auf dem Weg dorthin paktierte er mit
den Militärs. Er wusste mit seinen Pfunden zu wuchern. Als geschickter Manager spielte
er die Waffengattungen gegeneinander aus und erlangte dadurch enorme
Geld- und Materialressourcen.
Um auch im Krieg höchste Priorität für seine Projekte zu erhalten, warben er und hohe Militärs bei Hitler persönlich. Himmlers Angebot, in die SS einzutreten, schlug er nicht aus. Dem Raketenmann war früh bewusst, dass das Regime alleine an der militärischen Nutzung seiner Flugkörper interessiert war, später sollte er immer wieder behaupten, er habe nie an deren Einsatz geglaubt.
1942 stieg der erste Prototyp der späteren "Vergeltungswaffe"
V2 auf; sie erreichte vierfache Schallgeschwindigkeit und war imstande,
die Hauptstädte Westeuropas zu treffen. Hitler war begeistert
und ließ die V2 zu Tausenden herstellen. Derweil entwickelte
Braun schon Pläne für eine Rakete, die bis nach New York
reichen sollte. 3170 abgeschossene V2-Raketen forderten über 5000 Menschenleben.
Doch noch mehr Opfer forderte der Bau der Waffe selbst. Bei der Produktion
der vermeintlichen "Wunderwaffe" im unterirdischen Werk
"Dora-Mittelbau" in Thüringen starben mehr als 10.000
KZ-Insassen.
Nach dem Krieg wollte Wernher von Braun sich kaum daran erinnern: Er bedauerte stets die unmenschliche Behandlung der Arbeitssklaven, wies aber jede persönliche Mitverantwortung zurück. Doch die vermeintlich "saubere" Raketenforschung in Peenemünde und die Verbrechen des Regimes in Dora-Mittelbau geschahen nicht in parallelen Universen - sie waren aufs Engste miteinander verknüpft: auch in der Person Wernher von Brauns.
Bei Kriegsende stellte sich von Braun mit seinen engsten Mitarbeitern den Amerikanern, die an dem Wissen der Raketenbauer sehr interessiert waren und keine allzu unbequemen Fragen stellten. Braun wurde in den USA zu einem entscheidenden Protagonisten des US-Raumfahrt- und Mondlandeprogramms.
Der emigrierte Raketenmann entwickelte mit seinem Team die legendäre
Saturn-V-Rakete - mit ihr flogen die Apollo-11-Astronauten zum Mond.
Ehemalige Wegbegleiter von Brauns erinnern sich an seinen Führungsstil
als Techniker und Manager - und an seine Methoden, Geld und Einfluss
zu erlangen. Ob in den USA oder in Peenemünde - von Braun war
immer auf der Suche nach dem stärksten Partner.
Sein früher Tod im Jahr 1977 ersparte von Braun die schonungslose Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit. KZ-Überlebende wie der Holländer Albert van Dijk sehen ihn als "Mittäter". Der Nichtnazi Braun ließ sich in ein Regime verstricken, das ihm alle Mittel bot. Der Film zeigt Dokumente, die belegen, was der Raketenmann veranlasste, wusste oder stillschweigend akzeptierte - ob es um den Einsatz seiner Rakete als "Terrorwaffe" ging oder um das Schicksal der Zwangsarbeiter im KZ Dora-Mittelbau und in Peenemünde.
Dem NS-Regime war von Braun als junger Ingenieur, der vor allem an
die Verwirklichung seiner Pläne dachte, sehr willkommen. Als
Hitler an die Macht kam, war er gerade 20 Jahre alt. Der von vielen
Menschen seiner Umgebung als "Sonnyboy" Beschriebene träumte
weiter vom Flug ins All, doch auf dem Weg dorthin paktierte er mit
den Militärs. Er wusste mit seinen Pfunden zu wuchern. Als geschickter Manager spielte
er die Waffengattungen gegeneinander aus und erlangte dadurch enorme
Geld- und Materialressourcen.Um auch im Krieg höchste Priorität für seine Projekte zu erhalten, warben er und hohe Militärs bei Hitler persönlich. Himmlers Angebot, in die SS einzutreten, schlug er nicht aus. Dem Raketenmann war früh bewusst, dass das Regime alleine an der militärischen Nutzung seiner Flugkörper interessiert war, später sollte er immer wieder behaupten, er habe nie an deren Einsatz geglaubt.
1942 stieg der erste Prototyp der späteren "Vergeltungswaffe"
V2 auf; sie erreichte vierfache Schallgeschwindigkeit und war imstande,
die Hauptstädte Westeuropas zu treffen. Hitler war begeistert
und ließ die V2 zu Tausenden herstellen. Derweil entwickelte
Braun schon Pläne für eine Rakete, die bis nach New York
reichen sollte. 3170 abgeschossene V2-Raketen forderten über 5000 Menschenleben.
Doch noch mehr Opfer forderte der Bau der Waffe selbst. Bei der Produktion
der vermeintlichen "Wunderwaffe" im unterirdischen Werk
"Dora-Mittelbau" in Thüringen starben mehr als 10.000
KZ-Insassen. Nach dem Krieg wollte Wernher von Braun sich kaum daran erinnern: Er bedauerte stets die unmenschliche Behandlung der Arbeitssklaven, wies aber jede persönliche Mitverantwortung zurück. Doch die vermeintlich "saubere" Raketenforschung in Peenemünde und die Verbrechen des Regimes in Dora-Mittelbau geschahen nicht in parallelen Universen - sie waren aufs Engste miteinander verknüpft: auch in der Person Wernher von Brauns.
Bei Kriegsende stellte sich von Braun mit seinen engsten Mitarbeitern den Amerikanern, die an dem Wissen der Raketenbauer sehr interessiert waren und keine allzu unbequemen Fragen stellten. Braun wurde in den USA zu einem entscheidenden Protagonisten des US-Raumfahrt- und Mondlandeprogramms.
Der emigrierte Raketenmann entwickelte mit seinem Team die legendäre
Saturn-V-Rakete - mit ihr flogen die Apollo-11-Astronauten zum Mond.
Ehemalige Wegbegleiter von Brauns erinnern sich an seinen Führungsstil
als Techniker und Manager - und an seine Methoden, Geld und Einfluss
zu erlangen. Ob in den USA oder in Peenemünde - von Braun war
immer auf der Suche nach dem stärksten Partner.Sein früher Tod im Jahr 1977 ersparte von Braun die schonungslose Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit. KZ-Überlebende wie der Holländer Albert van Dijk sehen ihn als "Mittäter". Der Nichtnazi Braun ließ sich in ein Regime verstricken, das ihm alle Mittel bot. Der Film zeigt Dokumente, die belegen, was der Raketenmann veranlasste, wusste oder stillschweigend akzeptierte - ob es um den Einsatz seiner Rakete als "Terrorwaffe" ging oder um das Schicksal der Zwangsarbeiter im KZ Dora-Mittelbau und in Peenemünde.
