Familie Hitler - Im Schatten des Diktators
Ein Film von Oliver Halmburger und Thomas Staehler im ZDF
Im Januar 1944 wurde Hitlers Sekretär Martin Bormann ein Geheimbericht
über die "angebliche Verwandtschaft" Adolf Hitlers
vorgelegt.
Auf Befehl des SS-Chefs Himmler waren Agenten des Gestapo-Hauptquartiers Gerüchten gefolgt, wonach im österreichischen Graz Verwandte des "Führers" leben sollten, "Halbidioten und Irrsinnige", wie es in dem Dossier heißt.
Nach der NS-Ideologie galten psychisch Kranke als "lebensunwert". Hitlers
Herkunft wurde von der
Propaganda stets als beispielhaft und "makellos"
dargestellt. Die NS-Führung war deshalb peinlich
bemüht, Tatsachen, die mit diesem Bild nicht übereinstimmten oder gar geeignet waren, die nationalsozialistischen
Erb- und Rassetheorien ad absurdum zu führen, nicht an die Öffentlichkeit dringen
zu lassen.
Bei den Nachforschungen stellte das SS-Kommando fest, dass die Grazer Familie tatsächlich direkt mit Hitler verwandt war und dass in der Familie Fälle erblicher Geisteskrankheit auftraten. Betroffen war zum Beispiel Aloisia Veit, Hitlers Großcousine, die 1940 "verstorben" sei, wie es im SS-Bericht heißt.
Florian Beierl und Tymothy Ryback haben die Krankenakte der 1891 geborenen Aloisia Veit jetzt wiederentdeckt und gemeinsam mit dem Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Universität München, Prof. Wolfgang Eisenmenger, ausgewertet.
Hitlers Großcousine litt unter "schizophrener Geistesstörung, mit Ratlosigkeit
und Depression, Zerfahrenheit,
Sinnestäuschungen und Wahnideen", wie es in den Patientendokumenten heißt. Neun Jahre war sie in der psychiatrischen
Anstalt "Am Steinhof" in Wien eingesperrt. Im November 1940 wurde die damals 49-Jährige in die so genannte "Irrenanstalt
Hartheim" überstellt und am 6. Dezember 1940 in der Gaskammer von Hartheim ermordet.
Insgesamt wurden in der NS-Zeit in Hartheim mehr als 18.500 psychisch Kranke, die das NS-Euthanasie-Programm als "lebensunwert" abstempelte, ermordet. Auch Aloisia Veit wurde Opfer des Mordprogramms, das ihr Großonkel Adolf Hitler befohlen hatte.
Auf Befehl des SS-Chefs Himmler waren Agenten des Gestapo-Hauptquartiers Gerüchten gefolgt, wonach im österreichischen Graz Verwandte des "Führers" leben sollten, "Halbidioten und Irrsinnige", wie es in dem Dossier heißt.
Nach der NS-Ideologie galten psychisch Kranke als "lebensunwert". Hitlers
Herkunft wurde von der
Propaganda stets als beispielhaft und "makellos"
dargestellt. Die NS-Führung war deshalb peinlich
bemüht, Tatsachen, die mit diesem Bild nicht übereinstimmten oder gar geeignet waren, die nationalsozialistischen
Erb- und Rassetheorien ad absurdum zu führen, nicht an die Öffentlichkeit dringen
zu lassen.Bei den Nachforschungen stellte das SS-Kommando fest, dass die Grazer Familie tatsächlich direkt mit Hitler verwandt war und dass in der Familie Fälle erblicher Geisteskrankheit auftraten. Betroffen war zum Beispiel Aloisia Veit, Hitlers Großcousine, die 1940 "verstorben" sei, wie es im SS-Bericht heißt.
Florian Beierl und Tymothy Ryback haben die Krankenakte der 1891 geborenen Aloisia Veit jetzt wiederentdeckt und gemeinsam mit dem Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Universität München, Prof. Wolfgang Eisenmenger, ausgewertet.
Hitlers Großcousine litt unter "schizophrener Geistesstörung, mit Ratlosigkeit
und Depression, Zerfahrenheit,
Sinnestäuschungen und Wahnideen", wie es in den Patientendokumenten heißt. Neun Jahre war sie in der psychiatrischen
Anstalt "Am Steinhof" in Wien eingesperrt. Im November 1940 wurde die damals 49-Jährige in die so genannte "Irrenanstalt
Hartheim" überstellt und am 6. Dezember 1940 in der Gaskammer von Hartheim ermordet.Insgesamt wurden in der NS-Zeit in Hartheim mehr als 18.500 psychisch Kranke, die das NS-Euthanasie-Programm als "lebensunwert" abstempelte, ermordet. Auch Aloisia Veit wurde Opfer des Mordprogramms, das ihr Großonkel Adolf Hitler befohlen hatte.
